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Lexikon

Titanosaurus

Titanosaurus ist ein typischer vierbeiniger, langhalsiger Dinosaurier, der auf den Südkontinenten häufig vorkommt. Seine Überreste wurden in Afrika, Australien, Südamerika und Antarctika gefunden, Verwandte von ihm auch auf den nördlichen Kontinenten. Titanosaurier waren “ovipar”, das heißt, sie pflanzten sich durch Eier fort, die sie in Löcher am Boden legten und die dann von der Sonne ausgebrütet wurden. Ein ausgedehntes Brutgebiet mit Titanosaurier-Eiern ist in Patagonien gefunden worden. Die Lokalität heißt Auca Mahuevo. Paläontologen haben in diesen Eiern ungeschlüpfte Embryonen gefunden, deren Knochen und deren embryonale Haut noch erhalten war. Titanosaurier waren Herdentiere, und die Titanosaurier-Herden konnten Hunderte von Tieren umfassen.

Aucasaurus

Dies ist ein besonderer fleischfressender Dinosaurier aus Patagonien und er gehört zu einer Dinosaurierfamilie, die Abelisauridae genannt wird. Diese Räuber dominierten in der Südamerikanischen Oberkreide vor 70 Millionen Jahren. Eines der bemerkenswertetsten Merkmale ist die merkwürdige Gestalt der Arme, die in ihrer Größe soweit reduziert waren, dass Paläontologen bis heute nicht wissen, wozu sie eigentlich noch gebraucht wurden. Aucasaurus wurde in einem Gebiet ausgegraben, in dem auch tausende Eier großer pflanzenfressender Titanosaurier gefunden wurden. Möglicherweise ernährte sich Aucasaurus von diesen Eiern und hielt so auch die Popupation der Titanosaurier unter Kontrolle.

Wie Tyrannosaurus in der Nördlichen Hemisphäre, war Giganotosaurus der größte Land-Räuber in Südamerika, speziell in Patagonien. Aber Giganotosaurus ist etwas älter als Tyrannosaurus. Er lebte vor 90 Millionen Jahren - und so haben sich Giganotosaurus und Tyrannosaurus niemals treffen können. Giganotosaurus war ein schwerer und großer, auf zwei Beinen laufender Räuber, und obwohl nur ein Skelett dieser Art gefunden wurde, ist klar, daß er in einer Familie mit vielen verwandten Gattungen, wie Mapusaurus und Tyrannotitan lebte, die alle eine ähnliche Größe und Lebensweise hatten.

Sahelanthropus tchadensis

Man muss schon genau hinsehen, um nicht achtlos unter ihm durchzulaufen auf dem Weg von der Australopithecus-Steppe in den tropischen Urwald von Messel. Auf einem gewölbten Aste über dem Weg steht Sahelanthropus und hält sich an einer Liane fest. Aber so kurz wie diese Passage auch ist, sie ist für die frühe Geschichte der Menschenaffen und des Menschen sehr wichtig - hat doch Sahelanthropus ein faszinierendes Merkmalsmosaik, das einerseits an den frühen Menschen, und andererseits an Menschenaffen erinnert.
„Von hinten sieht es aus, wie ein Schimpanse, während es von vorn betrachtet als 1,75 Millionen Jahre alter Australopithecus durchgehen könnte“. Das schrieb der Paläoanthropologe Bernhard Wood von der amerikanischen George Washington-Universität im Jahre 2002 , in dem Jahr, in dem die erste Beschreibung des Fundes von Sahelanthropus aus Zentralafrika veröffentlicht wurde. Ihren Namen hat die fossile Menschenaffen-Art nach der Sahel-Zone in Afrika (der Fundregion), nach dem griechischen „anthropus“ = Mensch und nach dem Tschad (dem Fundgebiet). Leider ist der Schädel und wenige andere Knochenfunde lose auf der Oberfläche eines Sandbodens gefunden worden und nicht direkt in einer datierbaren geologischen Schicht. Die Begleitfunde und die geologische Umgebung legen trotzdem ein Alter von etwa 7 Millionen Jahren nahe, was dem späten Miozän, einer Zeitspanne im Tertiär, entspricht. Sahelanthropus hat, wenn man sich die Ablagerungen und die Tier- und Pflanzenfunde der Umgebung betrachtet, in einer sandigen Dünenlandschaft gelebt, in der es flache Gewässer und lichte Wälder gab. Der kleine, vielfach zerbrochene Schädel zeigt ein Gehirnvolumen von 360 bis 370 Kubikzentimetern. Das ist etwas weniger als das der heutigen Schimpansen (etwa 450 Kubikzentimeter). Andere Schädelmerkmale deuten darauf hin, dass sich Sahelanthropus möglicherweise schon zweibeinig fortbewegt haben könnte, jedoch ist das umstritten.
Ein immer wieder diskutiertes Problem ist die Einordnung von Sahelanthropus in den Stammbaum der Menschen und der Menschenaffen. Während die einen, darunter die Finder und Erstbeschreiber von Sahelanthropus die Funde als bisher ältestes Glied im menschlichen Stammbaum sehen widersprechen andere, die Sahelanthropus bestenfalls als Vorfahr entweder der Schimpansen oder der Gorillas sehen.

Ein Vogel, flugunfähig, wie der Strauß, war er, menschengroß, bis über 2 Meter hoch - und viel kräftiger gebaut, als es der heutige Strauß ist. Seine Knochen sind in Ablagerungen der Eozän-Zeit in Nordamerika und in verschiedenen Vorkommen in Europa gefunden worden, so zum Beispiel im Geiseltal bei Merseburg (Sachsen-Anhalt), am Mont Berru bei Reims und, in einem Knochen, auch in Messel bei Darmstadt (Hessen). Seinen Namen hat Gastornis nach "Gast(on)" und dem griechischen Wort Ornis (= Vogel) erhalten. Gaston ist der Vorname des französischen Physikers Gaston Planté, der 1855 in einem Vorort von Paris die ersten Knochen des Riesenvogels entdeckt hat.
Bei Gondwana steht Gastornis in der tertiären Messel-Landschaft im Urwald rechts des Weges in der Nähe der Urpferdchen, die scheinbar vor ihm fliehen. "Terrorvogel" oder "Pferdchenfresser" ist er genannt worden - weil man ursprünglich davon ausging, dass der Riesenvogel sehr schnell, wendig, und ein aggressiver Räuber war, der in den dichten Urwäldern der Eozän-Zeit Jagd auf Urperdchen und andere Waldbewohner machte. Von dieser Vorstellung ist man heute oft abgerückt. Gastornis, so groß, gewaltig und brutal er auch aussieht, wird nun oft als ein behäbiges Tier gesehen, das sich auf pflanzliche Nahrung spezialisiert hatte. Die "Angst" unserer Urpferdchen im Messel-Urwald ist also eventuell unbegründet. Ein eindrucksvolles Tier bleibt er trotzdem. Einen "verkannten Terrorvogel" nennt der Wissenschaftsautor Ernst Probst ihn deshalb in seinem Buch über Gastornis. Einen anderen, ebenfalls riesigen "Terrorvogel", namens Phorusrhacos, beschreibt Ernst Probst in einem neueren Buch. Dieser Vogel stammt aber aus einer späteren Zeit (dem Miozän) und aus Südamerika (Patagonien) - hat mit Gastornis verwandtschaftlich nichts zu tun.
Wenn man sich Gastornis ansieht, mag man es kaum glauben, aber der Riesenvogel gehört zu den Hühner- und Gänsevogeln. Neben Knochen sind von Gastornis Eier, Trittspuren und sogar Federreste bekannt geworden. Erste Funde von Riesenvögeln aus der gleichen Zeit wurden schon um 1876 durch den aus der Dinosaurierforschung bekannten Edward Drinker Cope in Nordamerika gemacht und unter dem Namen Diatryma beschrieben. Später erkannte man, dass die nordamerikanischen Funde mit denen von Gastornis aus Europa artgleich waren und zog den Namen Diatryma zugunsten von Gastornis ein.

Die Tarantula kommt aus der Familie der Vogelspinnen. Vogelspinnen bewohnen heute wie auch in der Vergangenheit warme, tropische bis subtropische Klimazonen. Die größten heutigen Vogelspinnen erreichen Körpergrößen bis zu 12 cm, und eine Gesamtgröße einschließlich ihrer Beine bis über 30 cm. Ihre Nahrung sind große Insekten, andere Spinnen, Tausendfüßler, Skorpione, aber auch kleine Wirbeltiere wie Nagetiere, Echse und Amphibien. Vögel (daher der Name) kann diese Spinne wohl nur dann erbeuten, wenn sie krank oder verletzt sind. Der Biss einer Vogelspinne ist zwar schmerzhaft, aber harmlos. Bedingt dadurch, dass de Fossilüberlieferung bei den Spinnen, besonders bei den größeren, nur selten gut ist, ist ihre erdgeschichtliche Verbreitung unsicher. In der Oberen Kreide kennen wir aber aus Bernstein eine durchaus schon eine Spinnenfauna in moderner Vielfältigkeit, und Tarantula-Verwandte, deren Verbreitung in Lehrbüchern mitunter bis in das untere Erdmittelalter angegeben wird, waren in der Ober-Kreide sicher schon die Urwälder bewohnend vorhanden.

Pachydiscus (Parapuzosia)

Der Fund aus Seppenrade im Münsterland ist der größte bekannte Ammonit (Kopffüßer, Verwandte der heutigen Tintenfische) überhaupt. Er ist als Steinkern erhalten, mehrere unterschiedlich große Exemplare wurden gefunden. Sein Gehäuse ist einfach, flach und grob berippt und erreichte einen Durchmesser von bis zu 2,50 Metern, wenn man die unvollständig erhaltene Wohnkammer des Gehäuses ergänzt.
Entweder am Boden oder langsam und taumelnd schwimmend lebte Pachydiscus im Meer der Oberkreide und jagte dort vermutlich andere Weichtiere, möglicherweise auch Stachelhäuter und Krebse.

Mosasaurier sind eine Gruppe hochgradig an das Wasserleben angepasster Schuppenkriechtiere (Squamata, = Schlangen und Echsen). Ihre Stromlinienform, ihre seitlich abgeplatteten Schwänze und die zu Flossen umgebildeten Extremitäten waren besondere Anpassungen an den Lebensraum im Oberkeide-Meer. Mosasaurus erreichte eine Länge von 10 bis 15 Metern. Seine Nahrung waren Fische, aber auch Flugsaurier, andere Meeresreptilien und Ammoniten. Die spitzen Zähne dienten zwar gut dazu, um Beute zu schnappen und zu töten, aber zur Zerkleinerung waren sie nicht gut geeignet, so dass die Beute ganz hinuntergeschluckt werden musste.

Einige Hadrosaurier hinterließen in den Sandsteinen der Kreidezeit Abdrücke ihrer Haut. Über solche Hautabdrücke, die auch von anderen Dinosauriern bekannt sind, sind wir über das Aussehen und die Oberfläche der Dinosaurier-Haut informiert. Diese Oberflächenstrukturen liegen den Dinosaurier-Modellen zugrunde. Die Färbungen der Haut sind dagegen immer nach dem Vorbild heute noch lebender Reptilien rekonstruiert und daher weitgehend Phantasie. Neben den Hauteindrücken sind besonders von Hadrosauriern auch Trockenmumien bekannt geworden, bei denen Muskeln und sogar innere Organe erhalten sind.

Saurolophus ist ein Hadrosaurier (auch Entenschnabeldinosaurier, nach der verbreiterten, abgeflachten, Entenschnabel-ähnlichen Schnauze). Die Tiere hatten einen breiten knöchernen Wulst (Knochenkamm) auf der Nasenseite des Kopfes. Dieser Kamm wurde von den Nasengängen durchzogen. Vielleicht war dadurch der Nasenfront-Bereich am Schädel „aufblasbar“, oder die Verdickung ermöglichte es den Tieren als Resonanzraum, trompetende Laute von sich zu geben. Die Hunderte eng stehender Backenzähne dienten zum Zermahlen der Pflanzennahrung (Farne, Nadelbaum-Äste, Magnolien). Das Tier hatte lange Hinterbeine und nur kurze Vorderbeine. Man nimmt an, dass Saurolophus, wie andere Hadrosaurier auch, normalerweise langsam auf vier Beinen lief, sich aber beim schnellen Lauf auf die beiden Hinterbeine erheben konnte. Seine Feinde waren große Raubdinosaurier, wie Tyrannosaurus.

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